Onsite PPA für Gewerbeimmobilien: So funktioniert der Solar-Stromvertrag ohne Investition

Mit einem Onsite PPA nutzen Gewerbebetriebe Solarstrom vom eigenen Dach – ohne Kapitaleinsatz, ohne Betriebsaufwand. Wie das Modell funktioniert und für wen es sich lohnt.

Von
Mareike Fritzsche

Steigende Strompreise, volatile Energiemärkte, wachsender Druck durch CO₂-Kosten: Für energieintensive Gewerbebetriebe wird die Frage nach planbarer, günstiger Energieversorgung zur strategischen Entscheidung. Ein Onsite Power Purchase Agreement – kurz Onsite PPA – bietet eine Antwort, die immer mehr Unternehmen wählen.

Was ist ein Onsite PPA?

Ein Onsite PPA ist ein langfristiger Stromliefervertrag zwischen einem Solaranlagenbetreiber und einem Stromverbraucher, bei dem die Anlage direkt auf dem Grundstück oder dem Dach des Abnehmers errichtet wird. Der Strom fließt ohne Umweg über das öffentliche Netz – lokal produziert, lokal verbraucht.

Das Besondere: Das Unternehmen, das den Strom abnimmt, muss die Anlage weder kaufen noch finanzieren. Der Betreiber – in diesem Fall ALVA Energie – investiert, errichtet und betreibt die Anlage. Der Abnehmer zahlt einen vertraglich fixierten Preis pro Kilowattstunde, oft deutlich unter dem Marktpreis.

Wie unterscheidet sich ein PPA von einer klassischen PV-Eigenanlage?

Bei einer klassischen Eigenanlage trägt der Eigentümer die Investitionskosten (zwischen 800 und 1.400 Euro pro kWp je nach Anlagengröße), die Betriebsverantwortung sowie das Technik- und Ertragsrisiko. Im PPA-Modell liegen all diese Punkte beim Betreiber.

Für Betriebe, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren wollen, ist das PPA-Modell häufig die wirtschaftlich attraktivere Wahl.

Für welche Gewerbebetriebe eignet sich das Modell?

Ein Onsite PPA eignet sich besonders für:

Folgende Kriterien sollten erfüllt sein:

Wirtschaftlichkeit: Was kostet ein Onsite PPA, was spart er?

Der PPA-Preis liegt je nach Anlagengröße, Standort und Laufzeit typischerweise zwischen 7 und 11 Cent pro kWh – deutlich unter dem aktuellen Bezugspreis für Gewerbestrom (20–30 Cent je nach Netzentgelten und Abgaben).

Ein produzierender Betrieb mit 500 MWh Jahresverbrauch, der 60 % davon per PPA abdeckt, kann bei einem Differenzpreis von 15 Cent pro kWh rund 45.000 Euro jährlich einsparen – ohne Kapitaleinsatz.

Hinzu kommt die CO₂-relevante Wirkung: Durch den Einsatz von dokumentiertem Solarstrom sinkt der Scope-2-Fußabdruck des Betriebs, was für ESG-Reporting und Lieferketten-Anforderungen zunehmend relevant ist.

Was ALVA übernimmt – von Planung bis Betrieb

ALVA Energie übernimmt beim Onsite PPA den vollständigen Prozess:

  1. Machbarkeitsanalyse: Dachprüfung, Verschattungsanalyse, Lastgangauswertung
  2. Planung und Genehmigung: Statik, Elektroplanung, Netzanmeldung
  3. Errichtung: Installation durch zertifizierte Fachbetriebe
  4. Betrieb und Monitoring: 24/7-Überwachung, Wartung, Störungsmanagement
  5. Abrechnung: Transparente Monatsabrechnung, keine internen Ressourcen notwendig

Das Ergebnis: planbarer Strom zu fixierten Kosten, ohne dass das Unternehmen eine eigene Energieabteilung aufbauen muss.


FAQ

Was passiert, wenn die Anlage weniger produziert als erwartet?Im PPA-Modell trägt der Betreiber das Ertragsrisiko. Fehlmengen werden über das Netz ausgeglichen, der vereinbarte Preis gilt nur für tatsächlich gelieferte kWh.

Kann ich als Mieter einer Gewerbeimmobilie auch ein PPA abschließen?Das hängt von der Konstellation ab. In Single-Tenant-Gebäuden ist ein PPA auch für Mieter möglich, wenn der Eigentümer das Dach zur Verfügung stellt. ALVA berät beide Seiten.

Wie lange laufen Onsite PPA-Verträge? Typische Laufzeiten liegen zwischen 15 und 20 Jahren. Das sichert dem Abnehmer die Preisplanbarkeit und dem Betreiber die Amortisation der Investition.

Was passiert am Ende der Vertragslaufzeit? Optionen sind: Verlängerung des PPA, Übernahme der Anlage durch den Eigentümer, oder Rückbau durch den Betreiber. Das wird vertraglich vorab geregelt.

Welche Fördermittel gibt es für Onsite PPA? Das PPA-Modell ist in der Regel nicht EEG-gefördert. Der wirtschaftliche Vorteil liegt in der Preissicherheit und dem Eigenverbrauchsvorteil, nicht in der Einspeisevergütung.