Der Markt für Solarstrom befindet sich im Umbruch. Ein geleakter EEG-Entwurf (Feb. 2026) sieht vor, für Gewerbe-PV-Anlagen ab 25 kWp die feste Einspeisevergütung durch verpflichtende Direktvermarktung zu ersetzen und einen einheitlichen, größenunabhängigen Fördersatz von 6,2 Cent/kWh einzuführen; der Volleinspeiser-Bonus entfällt. Das sorgt bei vielen für Unruhe. Für Besitzer von Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern ist das jedoch kein Grund zur Sorge. In diesem Artikel fokussieren wir uns auf die Gewerbeobjekte.
„Eine gewerbliche Photovoltaikanlage ist heute wirtschaftlich genug, um ohne staatliche Schützenhilfe hochprofitabel zu sein.“
Cecil Croy, Geschäftsführer, ALVA Energie
Vom passiven Einspeiser zum aktiven Energiemanager
In der Vergangenheit war die Planung simpel: Dächer maximal belegen und für jede Kilowattstunde die EEG Einspeisevergütung einnehmen. Heute rücken der Eigenverbrauch und die Optimierung der Verbräuche in den Mittelpunkt. Mit Gestehungskosten von 3 bis 7 Cent pro Kilowattstunde liefert eine eigene Solaranlage unschlagbar günstigen Strom.
So wird Gewerbe-PV ohne EEG-Vergütung profitabel
Um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren, sollten Unternehmen auf folgende Hebel setzen:
- Intelligente Sektorenkopplung: Photovoltaik sollte konsequent mit Ladeinfrastruktur für E-Autos und Wärmepumpen gekoppelt werden. Wenn Lastgänge intelligent zusammengeführt werden, sinkt der teure Netzbezug drastisch.
- Speicher und Direktvermarktung: Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher? Genau dann, wenn man Überschüsse nicht pauschal mittags ins Netz einspeist, sondern den Strom zwischenspeichert und zu Höchstpreisen an der Börse verkauft. Das erledigen intelligente Speicher mittlerweile automatisiert, was klassische Vergütungssätze in den Schatten stellt. Ab 100 kWp ist die Direktvermarktung ohnehin Pflicht.
- Neue Erlösmodelle nutzen: Durch ein durchdachtes Mieterstrommodell oder Onsite Power Purchase Agreements (PPAs) lässt sich Strom lokal an eigene Mieter oder Nachbarbetriebe verkaufen. Auch die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung rückt hier als lukrative Option in den Fokus.
- Auf Beratung setzen: Gute Planung entscheidet über Rendite und Projekterfolg. Erfahren Sie mehr über unser Angebot für Gewerbeobjekte.
Aus der Praxis: Solaroffensive bei MyPlace SelfStorage
Wie ein durchdachtes PV-Konzept aussieht, zeigt das Beispiel des Mietlager-Anbieters MyPlace SelfStorage. Das Unternehmen rüstet aktuell bundesweit 16 Immobilien mit Photovoltaikanlagen aus. ALVA Energie begleitet das Projekt von der strategischen Planung bis zur Abnahme durch den Netzbetreiber.
Mit einer installierten Gesamtleistung von über 1 Megawatt-Peak erzeugen die Dächer jährlich rund 1 Gigawattstunde sauberen Strom.
Entscheidend für den Businessplan ist dabei eine Autarkiequote von bis zu 70 Prozent. Der Fokus liegt klar auf der Maximierung des vor Ort produzierten und verbrauchten Stroms, wodurch die Betriebskosten langfristig gesenkt werden.
„Nach vielen negativen Erfahrungen mit anderen Anbietern hat uns der persönliche und kompetente Austausch mit ALVA überzeugt. Hier merkt man: Die wissen, wovon sie sprechen – und sie wollen das wirklich.“
Andreas Fleder, Standortleiter von MyPlace SelfStorage
Lesen Sie mehr über die Solaroffensive von MyPlace SelfStorage im Bericht auf solarwirtschaft.de oder in unserem Referenzbericht.
Fazit: Richtige Rahmenbedingungen statt Steuergelder
Ein Ende der festen Vergütung ist kein Grund zur Panik, sondern ein Aufruf zum Handeln. Wer heute klug plant, macht sich unabhängig von steigenden Strompreisen. Lassen Sie sich von uns mithilfe unserer Wirtschaftlichkeitsrechner für Photovoltaik beraten.